Ein Mann mit 560 Piercings, mehreren Tattoos und Stirnimplantaten – so sah er vorher aus

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Auf den ersten Blick ist es kaum zu glauben, dass Rolf Buchholz – ein Mann mit einem äußerst extravaganten Aussehen – früher ein ganz gewöhnliches Leben als Büroangestellter geführt hat.

Heute ist er weltweit bekannt als der Mensch mit den meisten Körpermodifikationen.

Sein Körper ist mit über 560 Piercings geschmückt, nahezu vollständig tätowiert, und in seiner Stirn trägt er unter die Haut gesetzte Implantate in Form kleiner Hörner.

Und dennoch begann alles relativ spät: Vor seinem 40. Lebensjahr hatte er keinerlei Körpermodifikationen.

Rolf stammt aus Dortmund, einer Stadt im Westen Deutschlands. Er hat ein Studium im Bereich Telekommunikation abgeschlossen.

Viele Jahre arbeitete er in einem großen IT-Unternehmen, führte ein ruhiges, geregeltes Leben. Er war unauffällig, zurückhaltend – ein klassischer „Büromensch“, den man kaum bemerkt.

Doch wie er selbst sagt, fühlte er sich nie wirklich wohl in den engen gesellschaftlichen Normen. In ihm schlummerte stets ein tiefes Bedürfnis, sich frei auszudrücken und Konventionen abzulehnen.

Alles begann nach seinem vierzigsten Geburtstag, als er sich sein erstes Tattoo stechen ließ. Es war klein und symbolisch – aber genug, um etwas in ihm zu wecken.

Schon bald folgte das erste Piercing – und dann noch eines…

So begann ein langer, intensiver Weg der Transformation, der ihn schließlich bis ins Guinness-Buch der Rekorde führte.

Heute trägt sein Körper genau 564 Piercings – davon 278 im Intimbereich und über 170 im Gesicht.

Seine Stirnimplantate, die kleinen Hörnern ähneln, fallen besonders auf – ebenso wie seine gespaltene Zunge.

Sein ganzer Körper ist von Tätowierungen bedeckt, die eine dunkle, fast gleichmäßige Karte bilden. Auch wenn sein Aussehen schockieren mag, erlebt Rolf diese Verwandlung ganz bewusst.

Er will weder provozieren noch Ruhm erlangen – für ihn ist Körpermodifikation eine Kunstform, ein Weg, der Welt zu zeigen, wer er wirklich ist.

„Ich bin nicht jemand anderes geworden“, erklärt er. „Ich habe der Welt nur gezeigt, wer ich innerlich schon immer war.“

Was viele überrascht: Hinter dieser auffälligen, fast dämonischen Erscheinung verbirgt sich ein ruhiger, höflicher und ausgeglichener Mann.

Rolf spricht überlegt, lächelt oft und hat einen feinen Humor, der seine Zuhörer für ihn einnimmt. Mit dem Klischee eines „Außenseiters“ hat er wenig gemein – er ist intelligent, offen und sich seiner selbst sehr bewusst.

Sein Aussehen bleibt natürlich nicht unbemerkt. Die Reaktionen darauf sind meist extrem – sie reichen von Bewunderung bis zu Angst.

Manche Menschen sehen in ihm einen Künstler, eine Inspirationsquelle. Andere begegnen ihm mit Misstrauen oder gar Feindseligkeit.

Im Jahr 2014 wurde Rolf sogar am Flughafen in Dubai festgenommen – ihm wurde die Einreise verweigert.

Offiziell aus Sicherheitsgründen. Inoffiziell soll der Verdacht bestanden haben, dass er… schwarze Magie praktiziere.

So extrem seine Geschichte auch erscheinen mag – sie trägt eine starke Botschaft in sich: Es ist nie zu spät, man selbst zu werden. Auch wenn dieser Weg über Hunderte Piercings, Tattoos und Silikonhörner führt.

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