Erinnerst du dich? Haben Sie schon einmal fettiges, süßes und wässriges Brot gegessen?

Haben Sie schon einmal Brot mit Schmalz, Wasser mit Zucker, Brot mit Marmelade – aber ohne Butter – gegessen?

Haben Sie schon einmal ein Brötchen in Scheiben geschnitten und zum Frühstück oder Abendessen in gekochte Milch gelegt?

Haben Sie schon einmal Kartoffeln mit Paprika, harte Tarhonya, ein Gemüsegericht ohne Fleisch – nach einer normalen Gemüse- oder Eiersuppe – gegessen?

Wissen Sie, wie das schmeckt – in der Schale gebackene Kartoffeln mit roten Zwiebeln, Speck und Grieben? Kennen Sie den Geschmack von Knoblauchtoast?

Kennen Sie das Gefühl, an einem Winterabend im dicken Pullover und trotz allem zufrieden am Ofen zu sitzen und sich darüber zu streiten, wer das Holz hacken und bringen soll?

Morgens schnell anziehen und heißen Tee schlürfen, denn auch die Glut im Ofen war schon erloschen.

Sind Sie auf dem Weg in die Stadt durch hüfthohen Schnee gewatet, weil die Busse nicht fuhren?

Und abends den gleichen Weg zurück. Zum Haus, wo das Feuer bereits knistert und nasse Socken und Handschuhe auf der Ofenklappe trocknen.

Das Abendessen wird vorbereitet und Sie erzählen sich gegenseitig, was heute passiert ist. Wann ist die Schweineschlachtung, wie viele Eier gab es heute, wie viel Futter ist noch übrig.

Dann setzt du dich hin und strickst, häkelst oder stickst in aller Ruhe, während deine Mutter Socken stopft und Risse zunäht.

Oder Sie spielen Karten – Blackjack, Sechsundsechzig – und die ganze Familie lacht, während der Verlierer vor sich hin murmelt.

Haben Sie sich in einem Waschbecken mit Babyseife gewaschen? Oder mit Lavendel?

Einer nach dem anderen mit jedem Geschwister. Zuerst den Oberkörper – also den gesamten Körper bis zur Taille – dann den Unterkörper.

Höschen und Socken müssen gewaschen werden und liegen morgens trocken am Herd.

Haben Sie schon einmal Schatten bei Kerzenlicht ohne Strom gespielt? Haben Sie in der Dämmerung Horrorgeschichten und Familiengeschichten gelauscht?

Haben Sie schon einmal unter der Bettdecke mit einer Taschenlampe ein Buch gelesen?

Wissen Sie, wie es ist, Bäume zu beschneiden, Weinreben zu öffnen, Triebe hochzubinden, Körbe zu füllen, die Ernte umzustellen?

Haben Sie im Sommer schon einmal die Schärfe eines Maisblattes auf Ihrem verschwitzten, staubigen Körper gespürt?

Haben Sie Kartoffeln ausgegraben? Hatten Sie eine volle Tasche dabei? Haben Sie heruntergefallene Aprikosen gesammelt?

Haben Sie geholfen, Tomaten zu verarbeiten, Kirschen zu entkernen, Hühner zu häuten, Eingeweide zu säubern, Wasser zu tragen?

Haben Sie Ihren Nachbarn um Hilfe gebeten – einen Löffel Salz, ein Ei, eine Tasse Zucker? Sie haben etwas zurückgegeben – oder nicht – das spielt keine Rolle.

Ist ein Gast unangemeldet bei Ihnen eingetroffen? Er hat nicht angerufen, er hat nicht geschrieben, er stand einfach nur im Tor und dein Herz klopfte vor Freude und leichter Anspannung – was soll ich ihm schenken?

Wein und Kompott, Brot und Schinken sowie etwas vertrockneter Kuchen kommen auf den Tisch. Und du redest. Über alles. Über das Wetter, die Familie, Pläne.

Sie sind glücklich mit Ihrem alten Auto, mit dem Badezimmer – Sie müssen nicht mehr auf die Toilette – und das Wasser strömt aus der Wand. Noch warm wird es, wenn man den Kessel anzündet – dann heizt sich die gesamte Grube auf.

Für ein gutes Zeugnis gibt es ein Fahrrad oder ein Brettspiel, ein Buch, ein Mikroskop, einen Globus.

Man arbeitet das ganze Jahr, studiert und die Freude über den Erfolg ist unbeschreiblich. Und was, wenn nicht? Also weinst du.

Du hast anständige Kleidung. Von älteren Geschwistern. Weder die Marke noch der Preis spielen eine Rolle.

Wenn Sie nach Hause kommen, ziehen Sie sich sofort um, denn „Sie müssen Ihre Ausgehkleidung aufbewahren.“

Du hast schöne Schuhe. Wenn sie zu groß für dich sind, schneidet Mama dir die Nasen ab: „Die sind noch zu gebrauchen, im Herbst bekommst du neue.“

Sie haben einen Wintermantel – mit der Möglichkeit, Ärmel und Saum mit einem anderen, taillierten Material zu verlängern. Wie wäre es mit einer gehäkelten oder gestrickten Mütze?

Weißt du, wie cool es ist, auf dem Kopf herumzurutschen? Auch wenn es beißt, wissen Sie es zu schätzen, weil Ihre Mutter, Großmutter oder Tante es für Sie gemacht hat.

So sind wir aufgewachsen. Autor unbekannt.

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