Ich stehe hinten im Bus und höre mir zur morgendlichen Aufmunterung ein bisschen Musik an. Ein Junge mit Behinderung (an Krücken) steigt mühsam in den Bus ein.
Niemand rührt sich, wirklich niemand steht auf, um ihm einen Platz anzubieten. Und das war der Moment, in dem mir der Geduldsfaden riss. Ich nehme meine Kopfhörer raus und sage:
„Ich bitte um etwas Aufmerksamkeit von den Leuten hinten im Bus!
Ihr habt gerade zugesehen, wie der Junge eingestiegen ist, habt ihn angestarrt und dann den Blick abgewendet, anstatt aufzustehen und ihm euren Platz anzubieten — herzlichen Glückwunsch!

Aber jetzt du, der da so bequem sitzt – steh auf und lass den Jungen sitzen, er fährt fast bis zur Endstation!“
Der Junge konnte kaum sprechen, aber er nickte dankbar.
Kein Problem, Kleiner! Ich bekam sogar ein bisschen Applaus von denen, die auch standen. Und diejenigen, die saßen – nannten mich einen Rüpel.
Leider vergessen wir viel zu oft, wie wichtig es ist, menschlich zu handeln!
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