Der Name Alex Galamba wurde während der Covid-Pandemie landesweit bekannt, als er Backworkshops für Kinder organisierte.
Der junge Bäcker erzählte, dass seine Mutter nach dem Tod seines Vaters in eine tiefe Depression verfiel, die sie unfähig machte, ihren elterlichen Pflichten nachzukommen.
Sie verbot Alex schlicht den Schulbesuch, doch der Junge – trotz seines Respekts vor ihr – hatte das Gefühl, in dieser Angelegenheit nicht auf sie hören zu dürfen.
Schließlich bat er um Aufnahme im Kinderheim in Miskolc, wo er grundlegende Dinge lernte, die für andere selbstverständlich sind.
Zum Beispiel, dass man sich nach dem Toilettengang die Hände waschen muss, wie man Messer und Gabel höflich benutzt oder dass es nicht angebracht ist, schlecht zu reden.

„Es hat mir sehr viel bedeutet, dass ich einmal einen der Lehrer unhöflich ansprach und sogar seine Mutter mit einer bekannten Beleidigung beschimpfte. Er hat mich nicht geschlagen, sondern umarmt“, erinnert sich Alex.
Der Junge aus der Betreuungseinrichtung wird nie den Moment vergessen, als er neidisch auf die Schüler schaute, die die Straße zur Universität entlanggingen, und beschloss, eines Tages einer von ihnen zu sein.
Obwohl seine Mitschüler ihn schon ausgelacht hatten, als er sagte, er wolle ein guter Bäcker werden, erreichte er beide Ziele: Er schloss sein Bäckerdiplom ab und studiert derzeit Pädagogik an der Tokaj-Hegyalja Egyetem.
Alex ist nicht untätig: Er arbeitet Vollzeit in einer der beliebtesten Konditoreien in Miskolc und gibt auf Einladung auch Unterricht an seiner ehemaligen Berufsschule.
„Meine ehemalige Schule vertraute mir, aber der Vertrag verlangte von mir, innerhalb von zwei Jahren die Qualifikation als Ausbilder für praktische Berufsausbildung zu erwerben.
Das habe ich in sechs Monaten an der Debreczeni Márton Berufsschule in Miskolc geschafft“, sagt er stolz.



